Hochzeit in 6 Monaten planen: der Plan Woche für Woche
Eine Hochzeit in sechs Monaten planen ist machbar. Der Plan Monat für Monat, was ihr zuerst bucht, was ihr vereinfachen könnt und wie ihr nichts vergesst.
· 4 Min. Lesezeit
Überall liest man, dass man 12 bis 18 Monate braucht, um eine Hochzeit zu planen. Das stimmt, wenn ihr ein sehr gefragtes Schloss an einem Samstag im Juni wollt. Aber viele Paare heiraten nach sechs Monaten Planung, und fast alle sagen dasselbe: Man entscheidet schneller, zögert weniger, und das Budget bleibt vernünftiger.
Sechs Monate sind knapp, aber bequem machbar, unter einer Bedingung: Ihr wisst, was nicht warten kann und was schon.
Das Prinzip: erst drei Entscheidungen, dann der Rest
Bei einer Hochzeit in sechs Monaten hängt alles an drei Entscheidungen, die ihr in den ersten zwei Wochen trefft:
- Das Gesamtbudget, auch wenn es nur grob ist.
- Die Gästezahl, auf zwanzig genau.
- Das Datum, oder zwei bis drei mögliche Termine.
Ohne diese drei Antworten bekommt ihr kein ernsthaftes Angebot. Mit ihnen könnt ihr alles parallel anstoßen. Wie ihr das Budget festlegt, ohne wochenlang zu rechnen, zeigt unser Ratgeber Hochzeitsbudget planen.
Der Plan Monat für Monat
6 Monate vorher: Location und knappe Dienstleister
Der vollste und wichtigste Monat.
- Woche 1: Budget, Gästezahl, mögliche Termine. Erster Entwurf der Gästeliste.
- Woche 2: Locations besichtigen. Seid flexibel: ein Freitag, ein Sonntag oder ein Termin im Mai oder Oktober vervielfachen die Möglichkeiten.
- Woche 3: Location buchen, dann das Catering, falls es nicht vorgegeben ist.
- Woche 4: Fotograf und Musik. Diese Dienstleister sind am schnellsten weg.
Sagt euren Liebsten das Datum mit einer kurzen Nachricht oder einer Save-the-Date-Karte. Bei sechs Monaten müssen alle, die von weit her kommen, es jetzt wissen.
5 Monate vorher: Standesamt, Outfits und Website
- Meldet die Eheschließung beim Standesamt an, sobald es möglich ist (in Deutschland frühestens sechs Monate vorher), und klärt, welche Unterlagen ihr braucht.
- Sucht eure Outfits. Ein maßgeschneidertes Kleid braucht oft mehr als fünf Monate: Setzt auf Kleider von der Stange, Designerinnen mit kurzen Lieferzeiten oder Second Hand.
- Bucht die Traurednerin oder den Trauredner für eine freie Trauung.
- Stellt eure Hochzeitswebsite online, mit Datum, Location und Unterkünften, auch wenn sie noch unvollständig ist.
4 Monate vorher: Einladungen und weitere Dienstleister
- Verschickt die Einladungen mit einer Rückmeldefrist einen Monat vor der Hochzeit. Unser Ratgeber Hochzeitseinladung: wann verschicken und was schreiben hat Textbeispiele.
- Bucht Floristik, Torte und Verleih.
- Vereinbart den Probetermin für Frisur und Make-up.
3 Monate vorher: Ringe und Tagesablauf
- Bestellt die Ringe, meist mit vier bis acht Wochen Lieferzeit.
- Macht das Probeessen beim Caterer.
- Schreibt eine erste Version eures Tagesablaufs.
2 Monate vorher: die Details
- Stellt mit dem DJ die Musik zusammen, plant Deko und Programmpunkte.
- Erinnert Gäste, die noch nicht geantwortet haben.
- Erste Anproben der Outfits.
Der letzte Monat: die endgültigen Zahlen
- Schließt die Rückmeldungen und gebt dem Caterer die endgültige Zahl.
- Erstellt die Sitzordnung.
- Schickt den Tagesablauf an alle Dienstleister.
- Bereitet Umschläge für Restzahlungen am Hochzeitstag vor.
Was ihr vereinfachen könnt, ohne dass es auffällt
Schnell planen heißt auch, die Energie gezielt einzusetzen. Ein paar Vereinfachungen, die Wochen sparen:
- Eine Location mit Rundum-Paket, mit Catering, Mobiliar und manchmal DJ: eine Buchung statt vier.
- Eine digitale Save-the-Date-Nachricht, an einem Abend verschickt, danach schlichte Papiereinladungen.
- Online-Rückmeldung statt Antwortkarten: Ihr spart zwei Wochen Warten und habt immer eine aktuelle Liste.
- Saisonale Deko, mit den Blumen und Farben, die die Floristin ohnehin hat.
- Ein Buffet oder Flying Dinner, flexibler bei der genauen Gästezahl.
Die eigentliche Herausforderung: nichts vergessen
In sechs Monaten fehlt nicht die Zeit, sondern der Überblick. Hundert Aufgaben, fünfzehn Termine, Anzahlungen: Eine vergessene Sache reicht, um drei Wochen vorher in Panik zu geraten.
Die Lösung: alles in einen einzigen Kalender, Aufgaben, Termine und Zahlungen inklusive. In iPlanMyWedding ist die Hochzeitscheckliste auf euer Datum abgestimmt: Wenn ihr sechs Monate vorher anfangt, erscheinen Aufgaben, die man sonst früher erledigt, nicht als überfällig, sondern werden auf die kommenden Wochen verteilt. Die Planung zeigt sie im Kalender als Monat, Woche oder Agenda. Aufgaben ohne Datum warten am Rand: Zieht sie auf den passenden Tag und zieht einen Termin länger, um seine Dauer zu ändern. Die Zahlungstermine eurer Dienstleister erscheinen dort ebenfalls, und alles synchronisiert sich mit Google Kalender, Apple oder Outlook.
Der zweite Trick: Blockt euch einen festen Termin pro Woche für die Hochzeit, zum Beispiel Sonntagabend. Eine Stunde zu zweit, die kommende Woche anschauen und abhaken, was erledigt ist. Den Rest der Zeit denkt ihr nicht daran.
Und wenn ihr weniger als sechs Monate habt?
Drei oder vier Monate gehen immer noch, wenn ihr die erste Phase auf zwei Wochen verdichtet und bei Location und Datum mehr Kompromisse eingeht. Unter drei Monaten lohnt sich der Blick auf kleine Hochzeiten, exklusiv gemietete Restaurants und Locations mit Komplettpaketen.
Häufige Fragen
Reichen sechs Monate für das Standesamt?
Ja. In Deutschland könnt ihr die Eheschließung frühestens sechs Monate vorher anmelden, das passt also genau. Fragt nur früh nach Terminen, beliebte Standesämter sind an Wunschdaten schnell voll.
Findet man sechs Monate vorher noch eine Location?
Ja, vor allem außerhalb der Sommersamstage. Ein Freitag, ein Sonntag oder eine Hochzeit im Frühling, Herbst oder Winter eröffnen viel mehr Möglichkeiten, oft zu besseren Preisen.
Braucht man einen Hochzeitsplaner für eine Hochzeit in sechs Monaten?
Nicht unbedingt. Ein gutes Tool und eine klare Aufgabenteilung reichen in den meisten Fällen. Eine Planerin lohnt sich bei einer Hochzeit im Ausland oder mit mehr als 150 Gästen.