Hochzeitsmotto finden: ein Moodboard in 5 Schritten erstellen
Boho, rustikal, modern, romantisch: So findet ihr den Stil eurer Hochzeit, wählt eine Farbpalette und erstellt ein Moodboard, das eure Dienstleister auf einen Blick verstehen.
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Dreihundert gespeicherte Pins, Screenshots auf dem Handy, eine Hochzeit bei Freunden, die euch „wegen der Stimmung“ gefallen hat. Und trotzdem: Wenn die Floristin fragt „Was ist euer Stil?“, fällt die Antwort in einem Satz schwer.
Genau dafür gibt es ein Moodboard: Es macht aus Dutzenden verstreuter Ideen eine klare Richtung, die ihr allen Dienstleistern zeigen könnt. So erstellt ihr eins, in fünf Schritten.
Warum ein Motto (auch wenn ihr keine „Mottos“ mögt)
Das Wort „Motto“ schreckt ab: Man denkt an eine Piraten- oder Gatsby-Hochzeit mit Verkleidung. Das muss nicht sein. Ein Motto ist vor allem eine Stimmung: Farben, Materialien, ein Grad an Förmlichkeit.
Wer das früh festlegt, vereinfacht alle weiteren Entscheidungen. Location, Blumen, Einladungen, Geschirr, eure Outfits: Jedes Mal könnt ihr fragen „Passt das zu unserem Moodboard?“. Und ihr vermeidet die Flickenteppich-Hochzeit, bei der jeder Dienstleister sein Bestes gegeben hat, nur in eine andere Richtung.
Schritt 1: von Location und Jahreszeit ausgehen
Bevor ihr nach Inspiration sucht, schaut, was ihr schon habt. Location und Jahreszeit geben die Hälfte des Stils vor.
- Eine Scheune oder ein Gutshof auf dem Land ruft nach rustikal oder Boho.
- Ein Schloss oder eine Villa passt zu klassisch und romantisch.
- Ein Loft, eine Dachterrasse oder eine Galerie gehen mit modern und minimalistisch.
- Ein Strand oder ein mediterraner Garten führen zu hellen Tönen, Leinen und Trockengräsern.
Die Jahreszeit macht den Rest: Pfingstrosen und Pudertöne im Frühling, kräftige Farben im Sommer, Bordeaux und Terrakotta im Herbst, Tannengrün und Gold im Winter. Gegen Location oder Jahreszeit zu planen geht, kostet aber mehr Deko.
Schritt 2: sammeln, ohne zu sortieren
Sammelt ein bis zwei Wochen lang alles, was euch gefällt, ohne Zensur: Kleider, Tische, Sträuße, Locations, Einladungen, Torten, aber auch Fotos ohne jeden Hochzeitsbezug, die Farbe einer Fassade, ein Stoff, ein Licht.
Macht das jeder für sich und legt es dann zusammen. Oft entdeckt ihr, dass ihr dieselben Dinge mögt, ohne es je ausgesprochen zu haben.
Schritt 3: die Gemeinsamkeiten finden
Legt alle Bilder nebeneinander und sucht, was immer wiederkommt:
- Farben: eher hell oder dunkel, warm oder kühl, kontrastreich oder sanft?
- Materialien: rohes Holz, Samt, Leinen, Glas, goldenes Metall?
- Förmlichkeit: weiße Tischdecken und Menü am Platz, oder lange Tafeln und Buffet?
- Natur: viele Blumen, eher Grün, oder fast nichts?
Fasst euren Stil in drei Worten zusammen. Zum Beispiel „rustikal, hell, großzügig“ oder „modern, klar, intim“. Diese drei Worte sind ab jetzt euer Kompass.
Schritt 4: eine Farbpalette wählen
Eine Hochzeitspalette besteht aus vier bis sechs Farben:
- Zwei Hauptfarben, die dominieren (oft die der Blumen und der Tischwäsche).
- Eine oder zwei Akzentfarben für kleine Details (Bänder, Papeterie, Kerzen).
- Ein oder zwei neutrale Töne: gebrochenes Weiß, Elfenbein, Sand, Grau, Blattgrün.
Testet die Palette an einer Einladung oder einem Tisch: Eine Farbe, die auf Fotos toll aussieht, wirkt im Licht eines Sommerabends oft ganz anders. Und denkt daran, dass saisonale Blumen schöner und günstiger sind als importierte für einen exakten Farbton.
Schritt 5: rund zwanzig Bilder behalten
Ein gutes Moodboard passt auf einen Bildschirm. Behaltet höchstens 15 bis 25 Bilder, die die großen Bereiche abdecken: Location, Tisch, Blumen, Outfits, Papeterie, Abendlicht. Löscht gnadenlos alles, was euren drei Worten widerspricht, auch wenn ihr es liebt.
Ergänzt eine kurze Beschreibung unter dem Titel: die Stimmung in einem Satz, die Materialien, die Blumen. Das lesen eure Dienstleister zuerst.
Das Moodboard mit den Dienstleistern teilen
Ein Moodboard bringt nur etwas, wenn es die Runde macht. Schickt es an Floristin, Dekorateur, Konditorei, Fotografen und an die Person, die eure Einladungen gestaltet. Jeder versteht in einer Minute, was ihr wollt, besser als mit einer langen Beschreibung.
In iPlanMyWedding sammelt das Moodboard eure Fotos, Bilder aus dem Netz und lizenzfreie Fotos, die ihr direkt per Stichwort in eurem Stil sucht. Ihr wählt einen Stil (Boho, rustikal, modern, romantisch…), der eine Ausgangspalette vorschlägt, und passt sie dann an. Über einen Freigabelink sehen eure Dienstleister das Moodboard ohne Konto. Und wenn euch Ideen fehlen, zeigt die Moodboard-Galerie die Boards anderer Paare, nach Stil sortiert: Ihr könnt einen Stil samt Farben mit einem Klick übernehmen.
Das Motto bis zur Website und Einladung tragen
Wenn der Stil steht, lasst ihn überall erscheinen, wo die Gäste ihn vor dem großen Tag sehen: Einladung, Save-the-Date und Hochzeitswebsite. Die Vorlagen für Hochzeitswebsites von iPlanMyWedding passen sich an eure Palette und Schriften an, damit die Website zur Einladung passt. Für die Inhalte hilft unser Ratgeber zu den Inhalten einer Hochzeitswebsite.
Häufige Fragen
Wann sollte man das Hochzeitsmotto festlegen?
Direkt nach der Buchung der Location, idealerweise 9 bis 12 Monate vorher. Es leitet dann die Wahl von Floristik, Einladungen und Deko.
Wie viele Farben für eine Hochzeit?
Vier bis sechs: zwei Hauptfarben, ein bis zwei Akzente und ein bis zwei neutrale Töne. Mehr wirkt schnell überladen.
Braucht eine schlichte Hochzeit ein Motto?
Kein Verkleidungsmotto, aber mindestens eine Palette und drei Worte für die Stimmung. Das schafft Stimmigkeit, auch bei sehr sparsamer Deko.
Ist ein Motto teurer?
Nicht unbedingt. Ein gut gewähltes Motto, passend zu Location und Jahreszeit, kostet oft weniger als Deko ohne Richtung, weil man weniger Überflüssiges kauft.